Neuordnung der Verkehrs- und Parksituation im Nordabschnitt der Friesenstraße

In der Stadtratssitzung am 16.08.2018 wurde beschlossen, dass die Stadtverwlatung prüfen soll, ob eine Neuordnung der Verkehrs- und Parksituation im Nordabschnitt der Friesenstraße möglich ist. Das “Gehweg-Parken” im Nordabschnitt der Friesenstraße wird schon länger im Bürgerverein diskutiert. Daher begrüßen wir den erneuten Vorstoß, die vorhandene Breite der Straße auch für den ruhenden Verkehr zu nutzen und die Gehwege somit wieder vollständig nutzbar zu machen.

Eine zweispurige Einbahnstraße mit einer Breite von 8 Metern bei gleichzeitiger Nutzung der Gehwege als Parkflächen scheint uns nicht im Sinne einer gleichberechtigten Aufteilung des vorhandenen Straßenraums zu sein. Das Verkehrsaufkommen hat seit dem Ausbau des Europarings stark abgenommen, sodass eine einspurige Verkehrsführung aus unserer Sicht ausreichend wäre.

Die entstehenden Freiräume könnten außerdem neue Möglichkeiten der Gehweggestaltung eröffnen, z.B. durch zusätzliche Baumpflanzungen auf der Westseite als Ergänzung zu den vorhandenen Bäumen auf der gegenüberliegenden Seite. Mehr Stadtgrün bedeutet immer auch eine Verbesserung von Stadtklima und Aufenthaltsqualität. Gerade an wie zuletzt häufig aufgetretenen sehr warmen Tagen bieten Bäume willkommenen Schatten und wirken einer Aufheizung des Straßenraums entgegen.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verringerung der Lärm- und Abgasbelastung innerhalb des Wohngebietes schlagen wir außerdem vor, nach der Neuordnung die zulässige Höchstgeschindigkeit wie im südlichen Teil der Friesenstraße auf 30 km/h festzulegen.

Antrag A0083/18 “Verbesserung und Neuordnung der Verkehrs- und Parksituation in der Friesenstraße”

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt zu prüfen, ob im nördlichen Abschnitt der Friesenstraße eine Verbesserung der Park- und Verkehrssituation vor allem für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden kann. Dafür soll geprüft werden, ob folgende Maßnahmen umgesetzt werden können:

  1. Reduzierung der Fahrspuren auf einspurig unter Beibehaltung des Einbahnstraßensystems,
  2. Installation von Parkstreifen auf der Fahrbahn zur Sichtbarmachung, dass das Parken am Straßenrand erfolgen soll,
  3. Installation eines Radweges sowie Schaffung von Bereichen für Baumpflanzungen,
  4. Verkürzung der Distanz zwischen der Bushaltestelle „Friesenstraße“ und dem Wartehäuschen.

Begründung:

Der nördliche Teil der Friesenstraße wird derzeit zweispurig als Einbahnstraße geführt. Das Parken ist auf dem Gehweg beidseitig gestattet. Durch aufklappende Fahrzeugtüren, Müllcontainer auf dem Gehweg oder zu weit auf dem Gehweg parkende Fahrzeuge geraten Fußgänger, Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen oft in eine missliche Situation, da sich für sie der Platz zum Passieren deutlich reduziert. Durch die Wegnahme einer Fahrspur würde Raum für die parkenden Fahrzeuge geschaffen, dadurch mehr Platz für Fußgänger entstehen sowie die Möglichkeit geschaffen werden, einen Radweg einzurichten. In Gänze wäre damit die verkehrliche Situation in der Friesenstraße geordneter und übersichtlicher. Weitere Freiräume könnten darüber hinaus für Baumpflanzungen/ Baumersatzpflanzungen genutzt werden.

Die Thematik wurde bereits intensiv in der Sitzung der GWA Stadtfeld-Ost am 8. Mai 2018 diskutiert und fand eine breite Zustimmung für eine derartige Optimierung und Neuordnung der Verkehrsverhältnisse.

Ungünstig gestaltet sich ebenfalls die Situation rund um die Bushaltestelle „Friesenstraße“. Haltestellenhäuschen und Bushaltestelle sind ca. 40 m voneinander entfernt. Gerade für Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Nutzerin*innen ist es schwierig, wenn sie, wenn der Bus kommt, vom Haltestellenhäuschen zum Bushalt mitunter einen „40m-Sprint“ einlegen müssen. Hier sollte in Abstimmung mit der MVB eine bessere Lösung gefunden werden.

“Straße in Magdeburg soll umgebaut werden”

Volksstimme vom 18.08.2018: “In der gesamten Friesenstraße in Magdeburg soll es eine Spur für Autos, Parken am Straßenrand und mehr Platz für Fußgänger geben.”

Mehr in der Volksstimme vom 18.08.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert