Sozialbeigeortneter Brüning lehnt Freilufttreff am Europaring ab

Volksstimme vom 06.08.2013
Volksstimme vom 06.08.2013
Für alle Altersgruppen gibt es am Spielplatz am Europaring das Passende: eine Kleinkindecke für die Jüngsten, Schaukel und Klettergerüst für die Kita-Kinder, ein Streetballfeld für die Älteren. Fehlt nur noch ein überdachter Treff für die Jugendlichen der Umgebung, an dem sie abends geschützt zusammensitzen können.

„Es besteht die Gefahr, dass der Treff durch verantwortungslose Gruppen genutzt wird.“ Hans-Werner Brüning, Sozialbeigeordneter der Stadt Magdeburg

Das dachten sich zumindest die SPD-Stadträte Hans-Dieter Bromberg und Sven Nordmann und stellten einen entsprechenden Antrag im Stadtrat. Die Stadt solle Material und Know-how stellen, die Jugendlichen packen selbst an und alles möglichst dieses Jahr.

Doch der zuständige Sozial- und Jugendbeigeordnete Hans-Werner Brüning macht den beiden jetzt einen Strich durch die Rechnung. In einer Stellungnahme findet er deutliche Worte dafür, was von dem SPD-Ansinnen zu halten ist: „Die Einrichtung eines Jugendtreffs wird nicht empfohlen und kann nicht befürwortet werden.“

Grund für seine ablehnende Haltung sind die negativen Erfahrungen, die die Stadt in den vergangenen Jahren im Neustädter Feld gemacht hat. Nach bereits im Vorfeld langwierigen Diskussionen über den Standort wurde dort an der Othrichstraße ein Freilufttreff für Jugendliche errichtet. Doch über dessen Zustand gibt es seitdem immer wieder Beschwerden von Anwohnern. Zu viel Müll und Lärm sind meistens Ursache des Ärgers.

Gleiches würde auch am Europaring drohen, würde man dem Antrag folgen, argumentiert Brüning. Da er nicht abschließbar sei, könnte jeder dort hinein. „Eine ausschließliche Nutzung durch Kinder und Jugendliche, die den Treff wertschätzen und bezüglich der Einhaltung von Ordnung und Sicherheit verantwortlich gemacht werden können“, sei daher nicht gewährleistet. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Gruppe, für die der Treff gebaut wird, zurückzieht und er durch andere, „verantwortungslose Gruppen“ genutzt wird. Vandalismusschäden und ständige Vermüllung wären dann die Folgen. Alleine die regelmäßige Müllentsorgung und die tägliche Kontrolle auf Ordnung und Sicherheit würden jährlich 5.000 Euro kosten, so Brüning.

(Volksstimme vom 06.08.2013)

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