„Klim-Bim“ bringt gute Laune auf den Olvenstedter Platz

Volksstimme vom 20.09.2011
Volksstimme vom 20.09.2011
„Die Livemusik macht den Stadtfelder Flohmarkt immer zu etwas Besonderem“, sprach eine Besucherin des 12. „Klim-Bim“- Markts und war gleich darauf wieder im Gewimmel auf dem Olvenstedter Platz verschwunden. Bei strahlendem Sonnenschein und dem entspanntem Gitarrenspiel des Magdeburger Sänger und Songschreibers Manuel Richter war es tatsächlich ein Vergnügen an den vielen kleinen und großen Ständen vorbeizuschlendern. Jürgen Canehl, vom veranstaltenden „Bürger für Stadtfeld“ e.V., zeigte sich mehr als zufrieden. „70 Händler sind heute mit dabei, mehr als je zuvor. Wir mussten sogar die Stände etwas enger aneinanderstellen, damit alle Platz haben“, erzählt er.

Vom kleinen Mädchen, das ihr Spielzeug verkaufte, um das Taschengeld aufzubessern, bis zur älteren Dame, die ihren Dachboden geplündert hatte, reichte die bunte Anbieterschar. Und auch die Trödelfans kamen aus allen Altersgruppen.

Stadtrat Jürgen Canehl ließ es sich übrigens nicht nehmen, an einem eigenen Tisch allerlei Kellerkostbarkeiten anzubieten. Über eine kleine Kaffeekanne freute sich eine ältere Dame, während eine junge Frau vergebens mit ihm um eine vermeintliche Schnupftabakdose feilschte. Wie auf einem orientalischen Basar handelten die beiden jeden Euro. Am Ende scheiterte der Kauf – die Dose färbte ab.

Der Ursprung des „Klim- Bim“-Flohmarkts hat eigentlich einen ernsten Hintergrund. „Als wir damals damit angefangen hatten, lungerten auf dem Olvenstedter Platz noch größere Jugendgruppen herum. Durch den fröhlichen Markt wollten wir einen positiven Impuls für den Platz geben“, erinnerte sich Jürgen Canehl. Im Juni 2005 feierte die erste Auflage von „Klim-Bim“ ihren erfolgreichen Auftakt. 3 000 Besucher kamen damals.

Wie viele am vergangenen Sonnabend kamen, hat zwar keiner gezählt, aber der Olvenstedter Platz war von 9 bis 15 Uhr ständig dicht umlagert. Neben Manuel Richter sorgten auch die Jazz-Band-Musiker von „4Steps“ für schwungvolle Einkaufsfreude bei den Stadtfeldern. „Wirklich brauchen tut man ja eigentlich nichts. Aber wenn man so stöbert, denkt man doch ‚Ach, so einen Salzstreuer könnte man gebrauchen‘“, erzählt eine Besucherin lachend und wendet sich dem nächsten Tisch mit Klimbim zu.

(Volksstimme vom 20.09.2011)

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