Engagierte Bürger in der Kommunalpolitik – Unabhängiger Arbeitskreis in der Steinigstraße

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Volksstimme vom 31.03.2011
Volksstimme vom 31.03.2011
„Bürgerschaftliches Engagement“ ist eines dieser modernen Schlagwörter, die in Zeiten allgemeiner Politikverdrossenheit gerne bemüht werden. Doch was bedeutet das eigentlich? Der Unabhängige Magdeburger Arbeitskreis Kommunalpolitik (UMAK) zeigt, wie es geht.

Im September 2009 erstmals zusammengetreten, treffen sich die derzeit zwölf Teilnehmer alle vierzehn Tage in der Steinigstraße, um sich über kommunalpolitische Themen, die sie und die Magdeburger bewegen, auszutauschen.

„Wir beschränken uns dabei aber nicht auf ein bestimmtes Problemfeld, sondern suchen uns aus allen Bereichen unsere Gesprächsthemen“, erklärt Gesprächsleiter Peter Gröschner. „Unabhängig heißt dabei, dass wir uns nicht an eine bestimmte Partei halten. Je nach Interessenlage finden wir einen Kooperationspartner“, beschreibt Marie-Luise Emmerich die Arbeitsweise. Allerdings werde ihr Engagement von den Fraktionen oft noch ignoriert. Bei der Stadtverwaltung hingegen finden die Mitglieder des Arbeitskreises eher offene Ohren.

Ganz wichtig sei außerdem die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA) der Stadtteile. „Wir sind derzeit in sechs GWA vertreten, wollen die Mitarbeit aber in Zukunft ausbauen. Außerdem ist einer von uns bei jeder Stadtrats- und vielen Ausschusssitzungen dabei“, sagt Peter Gröschner.

Ein ganz wichtiges Thema ist die Barrierefreiheit in der Stadt, allerdings nicht nur für Behinderte, sondern auch für Senioren mit Gehhilfe oder Rollator. Außerdem unterstützt der Arbeitskreis die Ansiedlung von Mehrgenerationenhäusern im ganzen Stadtgebiet. „Aktuell freuen wir uns, dass das Familienhaus im Nordpark solch eine Einrichtung plant“, so Gröschner weiter. Die Landesgartenschau begrüßt UMAK genauso wie die Bewerbung Magdeburgs als Kulturhauptstadt, die die Arbeit in den nächsten Jahren bestimmen wird. Aber auch alltägliche Probleme, wie der Zustand des Parkplatzes an der Sternbrücke bieten einigen Gesprächsbedarf.

„Interessierte Bürger können uns gerne bei einer unserer nächsten Sitzungen besuchen, um uns über ihre Probleme zu berichten oder sich über unsere Arbeit zu informieren“, sagt Peter Gröschner. Am 14. April besteht um 12 Uhr in der Steinigstraße 7 wieder dazu die Gelegenheit. „Unser Ziel ist es, uns als feste Größe in der Magdeburger Kommunalpolitik zu etablieren“, bekräftigt der Gesprächsleiter.

(Volksstimme vom 31.03.2011)

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