Bürgerverein überreicht Unterschriften für mehr Engagement gegen illegale Graffiti und Schmierereien

Der Stadtfelder Bürgerverein „Bürger für Stadtfeld e.V.“ hat im Sommer 2019 einen Aufruf gestartet, der die Landeshauptstadt Magdeburg auffordert, endlich wirksame Maßnahmen gegen die vielen Schmierereien und illegalen Graffiti in Stadtfeld zu ergreifen. Am 20. Februar überreichte der Vorsitzende des Bürgervereins, Thomas Opp, die Unterschriften im Rahmen einer Stadtratssitzung an Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Insgesamt haben 1.096 Bürgerinnen und Bürger den Aufruf unterzeichnet.

Dabei sind den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern folgende Punkte besonders wichtig:

  • Schmierereien auf öffentlichen Flächen schnell entfernen, z.B. an den Schrotebrücken entlang der Goethestraße.
  • Öffentliche Flächen nach und nach mit einer Anti-Graffiti-Schutzschicht versehen, damit sie einfacher von Schmierereien befreit werden können.
  • Ein Anti-Graffiti-Mobil als eine Art „schnelle Eingreiftruppe“ schaffen, das öffentliche Flächen in der ganzen Stadt schnell reinigen kann.
  • Private Hauseigentümer beraten, unterstützen und motivieren, Schmiereien ebenfalls schnell wieder zu entfernen und eine Anti-Graffiti-Schutzschicht aufzubringen.
  • Mehr legale Graffitiflächen zur Verfügung stellen, um eine künstlerische Gestaltung zu ermöglichen. Hier wären z.B. auch Hausfassaden für großflächige Werke interessant (Fassadenkunst).

Wer mit offenen Augen durch Stadtfeld geht, sieht an Hauswänden, Mauern, Brücken, Stromkästen u.ä. viele Schmierereien und illegale Graffiti. Meist sind sie wenig schön anzuschauen, oft haben sie nicht einmal mehr eine Botschaft, die auf diese Weise platziert werden soll. In jedem Fall handelt es sich um Sachbeschädigungen, die dem Stadtbild wenig zuträglich sind. Selbst vor einem Bauwerk wie der Pauluskirche wird nicht Halt gemacht. Tiefpunkt war ein Vorfall im April 2019, als das Baugerüst an der Pauluskirche genutzt wurde, um das Dach der Kirche großflächig zu beschmieren.

Die Stadtverwaltung scheint sich damit abgefunden zu haben. Anders kann man die Aussage des Oberbürgermeisters nicht interpretieren: „Den Wettbewerb gegen Graffiti gewinnen wir in Stadtfeld nicht.“ Was wie eine Bankrotterklärung klingt, muss leider auch so gesehen werden. Öffentliche Flächen wie die Schrotebrücken im denkmalgeschützten Bereich der Goetheanlage werden nicht mehr von Graffiti befreit. Man lässt es einfach so. Ohne Zweifel ein Anreiz für jeden Schmierfinken, weiterzumachen und ein schlechtes Vorbild für private Hauseigentümer, die in Summe noch viel mehr von den Beschädigungen
betroffen sind.

Im Ergebnis gibt es mittlerweile viele Bereiche im Stadtteil, die schmutzig und ungepflegt aussehen, z.B. der Bereich rund um das Stadtteilzentrum Große Diesdorfer Straße oder auch in der Olvenstedter Straße, wo man viele Schmierereien findet, die teils über viele Monate nicht entfernt werden. Dabei ist eine schnelle Entfernung wichtig. Das belegen Aussagen von Hausbesitzern, die dies tun. Die Flächen werden dann uninteressant, weil die „Kunstwerke“ nicht gesehen werden.

Mit den von uns geforderten Maßnahmen soll endlich dauerhaft etwas gegen Schmierereien unternommen werden, damit Stadtfeld wieder schöner und attraktiver wird. Schließlich geht es hier nicht um einen Wettbewerb, den man gewinnt oder verliert, sondern schlicht um die Pflege öffentlichen Eigentums. So wie man die Straßen und Wege reinigt oder Papierkörbe regelmäßig leert, ist es auch Aufgabe der Stadt, sich um die eigenen Objekte zu kümmern. So wie es dankenswerterweise auch viele private Hauseigentümer regelmäßig tun und so ihren Beitrag für ein gepflegtes Stadtbild leisten.

Wir danken allen, die uns bei der Unterschriftenaktion unterstützt haben, insbesondere den vielen Stadtfelder Gewerbetreibenden, die selbst häufig Opfer von Vandalismus und Sachbeschädigungen werden und zurecht von Stadt erwarten können, dass etwas dagegen unternommen wird.

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