Ziel: Freie Bahn für den City-Tunnel

Volksstimme vom 03.01.2015
Volksstimme vom 03.01.2015

Die Bauarbeiten rund um den Damaschkeplatz machen Fortschritte. Im Oktober 2013 begonnen, wollen die Abwassergesellschaft Magdeburg (AGM) und die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) die Arbeiten im zweiten Quartal 2015 abschließen und das Baufeld pünktlich übergeben, berichtete Bauleiterin Birgit Böhme. Grund für die umfangreichen Rohrverlegungsarbeiten der vergangenen Monate ist der Bau des City-Tunnels sowie der Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee (ERA). Die Leitungen wurden in bis zu 15 Metern Tiefe verlegt. Als nächstes beginnen voraussichtlich im März 2015 dann die Tiefb auarbeiten der Landeshauptstadt Magdeburg.

Eine Bestandsanalyse:

  • Kölner Platz: Am Kölner Platz sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen. Lediglich der Deckenschluss fehlt noch. Wenn der neue City-Tunnel erst fertiggestellt ist, ist dieser Bereich für Fahrzeuge nicht mehr passierbar. In der Zukunft werden sich in dem Bereich Straßenbahnhaltestellen befinden. Unter dem Platz verlaufen Leitungen für die Regenentwässerung des Tunnels und angrenzender Bereiche.
  • Abfahrt Magdeburger Ring: Das Pumpwerk, das der Entwässerung des künftigen City-Tunnels dienen wird, befindet sich noch im Rohbau. Die Rohrleitungen sind allerdings verlegt – zirka 13 Meter tief. Wenn alles fertig ist, soll die Fläche wie im oberen Foto aussehen.
  • Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB): Am ZOB hat die Deutsche Bahn AG eine neue Zufahrt zum Bahnhof geschaffen. Außerdem wird ein Lastenaufzug gebaut. Da der Kölner Platz künftig nicht mehr befahrbar sein wird, werden die Geschäfte im Bahnhof von dieser Zufahrt aus beliefert.
  • Glacis-Park: Nördlich des Damaschkeplatzes sind Rohre mit einem Durchmesser von 1,80 Meter verlegt worden. Im Glacis biegt das Rohr ab und quert von dort aus den Damaschkeplatz. Die Rohre dienen zunächst als eine Art Mischwasserspeicher. Als Fortführung soll in den kommenden Jahren der Kanal von der Brandenburger Straße über die Stresemannstraße/ Julius-Bremer-Straße bis zur Elbe geführt werden. Weitere Rohre mit 1,80 bzw. 2 Meter Durchmesser sind unterirdisch vorzutreiben. Im Bereich des Schleinufers ist die Errichtung eines Hochwasserpumpwerkes geplant, um auch im Hochwasserfall die Entwässerung zu sichern.
  • Betriebspunkt Brandenburger Straße: Hier treffen verschiedene Abwasserleitungen, wie auch die 1800er Leitung aus dem Glacis- Park, zusammen. Spektakulär waren die Bohrungen, Bereich realisiert wurden. Sie führten unter der alten Feuerwache hindurch. Diese Rohre haben einen Durchmesser von 1,20 Metern. Zurzeit werden von hier aus in zirka 13 Meter Tiefe noch Rohre (1,40 Meter Durchmesser) in Richtung Willy- Brand-Platz verlegt. Neben Abwasserkanälen enthält der Düker auch Leitungen anderer Medien.
  • Willy-Brandt-Platz: Auf dem Willy- Brandt-Platz finden ebenfalls Arbeiten 13 Meter unter der Erde statt. Von hier aus werden die Rohre aus Richtung Betriebspunkt Brandenburger Straße mithilfe einer Winde durch die beiden Schutzrohre (1,40 Meter Durchmesser) gezogen .

Volksstimme vom 03.01.2015

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