Der Tunnelbau am Damaschkeplatz hat begonnen

Mit mehreren Vortriebsköpfen wird derzeit rund um den Damaschkeplatz Raum für neue Mischwasserkanäle geschaffen. Zum einen bereiten die SWM für ihre Tochter AGM damit den Bau des Bahnhofstunnels vor. Zum anderen soll auch die Leistungsfähigkeit des Regenwasserabfl usses in dem Bereich verbessert werden. Dies ist ein langfristiges Ziel, wenn die Leitungen weiter in Richtung Elbe verlängert werden. Das Problem bislang: Bei starken Regenfällen verwandelte sich die Künette in einen reißenden Fluss. Neben den Rohren werden unter anderem am ZOB zwei Pumpwerke gebaut.

Bereits fertiggestellt ist die künftige Tunnelentwässerung unter dem Kölner Platz parallel zur Ernst-Reuter-Allee. Von einer daneben liegenden Grube wird in der Ebene darüber in den kommenden Monaten eine zweite Entwässerungsröhre vorangetrieben – die für die Straßenebene, die künftig dem Straßenbahn-, Fußgänger- und Fahrradverkehr vorbehalten ist. Ebenfalls fertiggestellt ist der Anschluss dieser Leitungen in Richtung ZOB, kurz vor der Fertigstellung die Querung unter dem Damaschkeplatz von Editha- zum Adelheid ring. Hier befi ndet sich der Findling. In Kürze beginnen sollen die Arbeiten parallel zur Ernst- Reuter-Allee in nördlicher Richtung zwischen Glacis-Park und Brandenburger Straße. Für rund 12 Millionen Euro lassen die AGM mehrere Hundert Meter Kanalrohre verlegen. Bis April 2015 soll Baufreiheit für den City-Tunnel geschaffen werden.

Notwendig ist die Arbeit mit dem unterirdischen Vortrieb – nicht zu verwechseln mit den bergmännischen Bohrungen – dann, wenn wichtige Verkehrsadern gequert werden. In diesem Fall die Ernst-Reuter- Allee mit Straßenbahntrasse sowie die Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Der Findling ist der zweite Fund in dem Bereich, der zu Einschränkungen führt. Der erste war der einer Fliegerbombe im Oktober. (Volksstimme vom 12.08.2014)

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