Sanierungsstart für Krippe und Kitas in der Gerhart-Hauptmann-Straße

Volksstimme vom 05.05.2011
Volksstimme vom 05.05.2011
Die Sanierung der Kindertageseinrichtungen „Spielstübchen“, „Nesthäkchen“ und „Fridolin“ soll noch dieses Jahr beginnen. Zwei von ihnen werden dabei zu einer Einrichtung zusammengelegt. Die Pläne dafür wurden jetzt vorgelegt.

Die Situation der Kindertagesbetreuung ist in Stadtfeld seit Jahren angespannt: Zu wenig Plätze für zu viele Kinder. Hinzu kommt, dass die bestehenden Einrichtungen teilweise in jahrzehntealten Gebäuden untergebracht sind. Wie die Einrichtungen der Johanniter in der Gerhart- Hauptmann-Straße „Spielstübchen“, „Nesthäkchen“ und „Fridolin“.

In den 1950er Jahren als Wochenheime für Mitarbeiter der Reichsbahn gebaut, ertönt seit 2004 lautes Kindergeschrei in den Flachbauten. Jedoch: „Die Energiewerte sind schlecht, weil die Fenster veraltet sind. Die Leitungen sind marode. Es gibt feuchte Stellen. Kurzum, eine Grundsanierung muss stattfinden“, fasst Heike Trautmann, Leiterin der Fachdienste beim Träger, die derzeitige Lage zusammen.

Die Arbeiten in der Kita „Fridolin“ sollen bereits Ende Juni beginnen. „Wir erwarten jeden Tag den Fördermittelbescheid“, so Heike Trautmann. Dort seien die Maßnahmen nicht so gravierend, ein Jahr werde die Instandsetzung dennoch dauern. Für die Sanierung und Zusammenlegung von „Spielstübchen“ und „Nesthäkchen“ muss erst noch der Stadtrat seine Zustimmung geben. Die Entwurfsplanung dafür wurde in der vergangenen Woche dem Oberbürgermeister vorgelegt. In den kommenden Wochen beraten die Ausschüsse des Stadtrats über den Beschlussvorschlag. Gibt es nichts daran auszusetzen, könnten die Arbeiten noch im September beginnen.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wird der Mitteltrakt komplett abgerissen. Er wird durch einen modernen Neubau ersetzt, in dem sich der zukünftige Haupteingang befi nden wird.

Denn nach dem Umbau wird es nur noch eine Einrichtung mit dann 130 Plätzen geben. 80 davon sind für Krippenkinder vorgesehen. Insgesamt zwei Millionen Euro werden dafür in die Hände genommen. 90 Prozent davon stammen aus dem Krippenausbauprogramm des Bundes, die restlichen zehn Prozent sind Eigenmitteln des Trägers.

Weiterhin wird ein barrierefreier Zugang angelegt und ein Gruppenbereich inklusive des zugehörigen Sanitärtrakts behindertengerecht umgebaut. Die bestehende Raumaufteilung ist zudem nicht optimal, so dass durch günstigere Zuschnitte und Anordnung sowie Anbauten mehr nutzbare Fläche entstehen soll. Zusätzlich werden die Spielfl ächen im Außenbereich neu gestaltet.

Während der Bauphase werden die Kinder der Einrichtungen in der ehemaligen Lea- Grundig-Schule im Gneisenauring untergebracht. „Unser Ausweichquartier richten wir zuvor natürlich noch für unseren Bedarf her. So stellen wir zum Beispiel einen Zaun auf, um die Abgrenzung zur benachbarten Schule sicherzustellen“, erklärt Heike Trautmann.

Welchen Namen die zukünftige Einrichtung tragen wird, muss sich erst noch herausstellen. „Gemeinsam mit den Eltern und Kindern werden wir uns einen passenden Namen überlegen“, sagt Heike Trautmann. Zeit dafür ist noch genug: Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Wiedereinzug Ende 2012 über die Bühne gehen.

(Volksstimme vom 05.05.2011)

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